Laufen in Stavenhagen

Der weite Weg vom Jogger zum Läufer

über der WeststadtSo passiert am heutigen Abend. Da haben wir heute den meterologischen Herbst und das Wetter ist zum Helden zeugen.

Dem ein oder anderen wird es natürlich wieder zu kühl oder zu windig oder zu sonnig oder zu trocken oder zu weltlich … sein.

Für uns Läufer ist es einfach ideal. Mit Temperaturen um die 18 °C empfing mich heute der Feierabend. Ja, er sagte “Guten Abend liebes Nagetier”. Nach der herzlichen Begrüßung gings natürlich gleich rein in den Zwirn und ab ins Auto und zum Kuhweg gepeest (hingeschnürt). Nach 5 Minuten Anfahrt war ich bereits auf der Piste. Ich sockte, dem Wind geschuldet, in Richtung Klockow und wollte den neu planierten Seeweg erkunden. Irgendwie hatte ich die innere Eingebung, wenn der Kuhweg asphaltiert und der ist es seit 2 Tagen, dann auch die Seerunde. Doch ich irrte und stolperte über das mal ganz gut hergerichtete aber durch den Regen der vergangenen Tage stark gelittene Stück Wanderlaufradweg.

Im Gehege entschloss ich mich dann, wie so oft, zu einen Streckenänderung und lief übers Klockower Tor zum Ausgangspunkt zurück. Dabei musste ich unterwegs noch mal laut werden, denn ein grimmig, meine Waden anvisierender Rottweiler kam mir mehrfach bedenklich nahe. Doch heute war ich das Alphatier und er verzog sich auf “sein” Gehöft. Mein Puls schnellte gleiche auf 80% HFmax. Das klerine “Mistvieh” wollte mir doch glatt an die Wäsche.

Doch ansonsten war der einstündige Dauerlauf recht erfrischend. Tempo ne Minute zu schnell (lächerlich) und Herzklopfen im Bereich. Alles wird gut …

Man hat lange nichts von mir gehört und soetwas hat meistens seinen tieferen Sinn. Ich habe keinen Urlaub – leider.

Wenn es in dieser Saison keine Wortmeldungen gab, war meist der böse Bazillus Schuld. Dies mal nicht, ich hatte einfach gar keine Zeit. Zum Schreiben jedenfalls nicht. Der Trainingsplan wurde natürlich trotzdem durchgezogen. Wir sind ja nicht beim Kindergeburtstag.

Lediglich der lang erwartete Besuch unserer lieben “Kleinen” lies die Zeit wie im Fluge vergehen. Hinzu kam noch unser regionales Laufevent, das ebenfalls ein gewisses Maß an Vor- und Nachbereitung bedurfte. Und es ist noch nicht geschafft, die Bilder müssen noch online gestellt werden. Deshalb hier die Woche in aller Kürze.

Freitags ist bei Herbert immer Tempotag, so auch der letzte. Und ich wählte mal wieder eines der hügeligsten Strecken aus. Was man hier halt so Hügel nennt. Der Puls passte jedoch hervorragend zum Tempo und dieses zur Vorgabe. Somit ging das Wochenende schon mal gut los. Nach dem RECOM-Joggerchen am Samstag war der Sonntag Training pur. Erst galt es die Kilometerschilder auf unserer Wettkampfstrecke zu verteilen, anschließend die besten Punkte und schnellsten Läufer auf die SD-Karte zu bannen und zum Schluss hies es ausradeln und Schilder einsammeln. So hat man ohne große Mühe 30 km zusammengetreten und die Muskulatur gelockert.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause gings dann auf den long Jog. Glücklicherweise, oder auch nicht, warens nur 27 km. Zu meiner großen Freude hatte ich Radbegleitung und musste mich nicht mit Getränken “abschleppen”. Die kurzen Schauer unterwegs machten uns gar nichts ;-) . Es regnete nicht so stark, das es von unten kam. Nach 2:30 Std. wars dann vollbracht – besser wars dann auch.

Heute nun wurde mal wieder das MRT geübt. Im neuen Plan mache ich es in verschiedenen Intervallen. Am heutigen Abend waren es 4 x 3km mit ein bisschen Traben. War ganz angenehm und die Laufstrecke habe ich zum Glück unterwegs noch mal angepasst, sonst hätte ich nach den knapp 19 km irgendwo in der “Pampa” gestanden.

4 x 3 km Intervall mit Traberchen

Lieben Dank noch mal an die vielen Besucher von gestern auf meiner Seite. Fast Tagesbesucherrekord mit 59.

… sollte heute gelaufen werden. Und das tat ich dann auch. Der Start wurde wieder auf die bekannte Zeit verschoben. So gegen 18 Uhr fühle ich mich scheinbar am Wohlsten.

Da die Bäume heute wieder “auf dem Boden” lagen, blieb nur das geschützte Waldstück am Ivenacker See. Um nicht wieder die gleiche Runde in Folge zu laufen, entschloss ich mich für die Kuhwegrunde. Dabei haste Rückenwind die ersten Kilometer und kannst Dich dann in den Wald verkrümeln, wenn der Pustewind frontal angreifen will. So getan.

Kuhwegrunde erweitert

Alles ging heute wirklich gut. Mein Körperinneres erwartete Großes und ließ den Puls erst mal auf Sparflamme. Das blieb auch die ganze Zeit so, was natürlich (vorschnell) auf Trainingseffekte schließen lässt.?! Man weiß es nicht. Der gestern noch geflieste Weg ist nun planiert und läßt sich super gut belaufen. Sollte da, wie angedroht, nun noch Asphalt drauf kommen, kenne ich schon meine neue Intervall-Trainingsstrecke. Gleiches soll ja auch dem Kuhweg drohen, dann meiner neuen “Berg”laufstrecke.

Am Eingang zum Ivenacker Gehege entschloss ich mich zu einer kleinen Streckenänderung. Diese brachte den erhofften Mehrkilometer zur Standardrunde. Nach 11,9 km war ich am Ausgangspunkt, 5:35 min/km ge-pace-t und hatte dabei 73% des HFmax gepumpt. Jute Sache und damit habe ich mir die morgige Erholung redlich verdient…

Heute lagen bei uns mal wieder die Bäume auf dem Boden. Solch ein heftiges Lüftchen hatte sich in Fritz Reuters Geburtsstadt verirrt.

Also blieb keine andere Möglichkeit, die 1000-er Intervalle mussten in der freien Wildbahn und nicht im Stadionrund absolviert werden. Damit bot sich gleich die Gelegenheit, die Bauarbeiten rund um den Ivenacker See zu begutachten.

Alles sieht gut aus. Zwischen Kilometer 5,5 und 6,5 haben wir jetzt den herrlichsten, planierten Weg, der teilweise auch noch mit Schutzfließ belegt ist. Läuft sich wie auf Tartan, wunderbar. Also ich würde mich ja noch schnell zum Eichenlauf anmelden.

Mein Lauftraining verlief soweit ganz ordentlich. Nach 3000 m des Einlaufens folgten 4 Intervalle im 10-er Renntempo. Sicher war der erste Stint mit 3:58 min/km wieder ein wenig zu zügig. Doch dann passte es 3mal perfekt und das Auslaufen war dran. Nach einer guten Stunde wars schon wieder vorbei.Ja, es gibt auch kurze Einheiten.

Meine Muskulatur fühlte sich heute schon besser an und auch die etwas zügigen Abschnitte gingen ganz gut.

Nur 4 Sägezähne, mehr waren nicht zu erzeugen

So ungefähr könnte man meinen körperlichen Zustand beschreiben. Nun aber der Reihe nach.

Der Sonntag ist endlich wieder Langlauftag. Die Vorfreude auf das langersehnte Event ließ mich am Sonntag bereits vor dem Wecker klingeln aus den Federn “hüpfen”. Das “Vogelfutter war schnell verspeist, so dass mir noch ne knappe Stunde zum Verdauen blieb, bis der geplante Start um halb sieben dran war.

Doch diese Zeit war wohl nicht lang genug, denn mein Körper hatte die ersten Kilometer mit Mahlzeit verarbeiten zu tun. Die Strecke bis Gülzow führte mich mit 63 Metern zum höchsten Streckenpunkt. Hier hatte ich erstmals Gelegenheit, der Trinkweste eine Kleinigkeit zu entlocken – hm lecker, kaltes Wasser.

Nun war der Streckenverlauf zu entscheiden. Also eigentlich gings nur um die Wahl zwischen im oder gegen den Uhrzeigersinn. Ich entschied mich in Richtung der Uhr. Ich redete mir ein, so herum ist’s leichter (höhentechnisch gesehen).

Mehr Höhenunterschied geht in unseren Breiten nicht

Als ich nach 11 Kilometern in Demzin den höchsten Streckenpunkt zum zweiten Mal erreichte, war ich bereits wie erschlagen. Doch ich hielt tapfer durch. Unterstützt wurde ich durch die bergab führenden Streckenverlauf auf den  folgenden 4 Kilometern.

Nach 15000 Metern querte ich letztmalig die Ostpeene und hatte nun den Anstieg vor mir. Das schlauchte wirklich. Die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite – ich mich nicht. Obwohl mein Tempo recht langsam, hatte ich wirklich tu tun. Meine Muskulatur war die Belastung einfach noch nicht gewohnt. Glücklicherweise war der lange Lauf nur 2,5 Stunden lang, dessen Ende dann auch eine wirkliche Erlösung war.

Schlechter hatte ich mich bisher nur nach meinem ersten 35-er vor knapp einem Jahr gefühlt. Nach schneller Dusche und einige Bananen später saßen wir im Olympiastadion unserer Hauptstadt, wo wir Zeuge wirklich herausragender Leistungen wurden.

Besonders interessiert verfolgte ich natürlich die Laufwettbewerbe, wo es über 800 m einen neuen Weltrekord (nach 13 Jahren 1:41:09 min) durch David Rudisha und über die 3000 m eine neue Weltjahresbestleisung durch  Tariku BEKELE gab (07:28:99 min).

Ich trainiere aber trotzdem tapfer weiter, denn in der kommenden Woche wirds schon wieder besser gehen. Erfahrung macht klug. Ich hatte schon fast vergessen, wie hartes Training ist. Bei langen Läufen merkt man gleich, wo die Grenzen sind.

Hier noch ein bisschen was fürs Auge: