Es geht wieder los, zumindest die Planung für das kommende Laufjahr

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Eines hat sich seit dem UTMB hartnäckig gehalten, die Rüsselseuche. So lange hatte ich noch nie mit verstopfter Nase und kratzendem Hals zu tun. Erinnerung an die lange Nacht bei Niesel, Graupel, Kälte und DNF. Manches hält sich halt hartnäckig.

Anstatt vernüftig zu laufen, bleibt da nur ein bissl rumzuplanen, Startgeld unters Organisatorenvolk zu verteilen und die Lücken zwischen den Ultras mit anderen Ultraläufen zu füllen.

In diesem Jahr stehen im ersten Halbjahr die Kanarischen Inseln im Fokus. Beginnend im Februar auf El Hierro. Eine wunderschöne Insel, die ich in meiner knapp 20-jähren Kanararienvögelei noch nie besucht habe. Es wird Zeit. Am Ende des Monats dann werde ich die neue (oder alte) Strecke des Trans Gran Canaria unter die Füße nehmen.

Ein kurzer Abstecher in die marrokanische Wüste im April. Das muss ganz einfach sein. Knapp 14 Tage in eine völlig andere Welt eintauchen. Ich hab mich schon wieder gegeträumt.

Marrokanische Wüste – April 2017 – Marathon des Sables Stage 3

Im Mai heißt es dann endlich wieder Isla Bonita. Die Transvulcania war mein erster Ultratrail. La Palma ist sowieso „unsere“ Insel, die wir seit 2003 mindestens einmal jährlich bereisen. Mann kennt sich aus und schätzt die wunderschöne Landschaft auf Europas höchster Insel.

Der vierte Start wird es sein und die dritte Vertikal. Immer am Donnerstag vor dem Ultra wird von El Puerto nach Tore des Time gelaufen, gekeucht, geklettert. Ein Muss für jeden Inselliebhaber.

Es lohnt sich kaum, nachhause zu fliegen, denn gut vier Wochen später gehts erneut über eine Kanareninsel. Der Bluetrail wurde vom Oktober auf den Juni verschoben. Bereits im zweiten Jahr startet der Ultra über Spaniens höchsten Berg nicht mehr in der „Monsunzeit“. Die Strecke ein wenig verändert, zum Ende hin. Doch auf den Pico del Teide geht es immer noch. Das bleibt Dir glatt die Luft weg, wenn man 3550 Meter hoch gelaufen ist.

Danach hat es sich erst mal ausgeinselt. Es geht wieder in die Alpen, sollte ich ausgelost werden. Vorbereitung ist alles und die werde ich wohl in diesem Jahr vor Ort am großen weißen Klotz absolvieren. Ende Juni startet dann die (zweit größte) große Runde um Chamonix. Ich werde es noch einmal versuchen. Es muss doch mal wieder machbar sein, irgend solch ein verf… Rennen zu finishen.

Im September möchte ich dann gern den Kerry-Way-Nonstop als Selbstversorgerlauf absolvieren und dann … ist sicher die Luft raus oder es kommt doch ganz anders. Wir werden sehen und erleben und genießen und einfach … sich auf das Wichtige im Leben konzentrieren. Innere Zufriedenheit.

Meine Laufplanung, stetig im Fluss (was nicht bezahlt), gibts hier.