Laufen in Stavenhagen

Der weite Weg vom Jogger zum Läufer

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Fartlek

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Heute sollte ein 1000-er Intervalltraining stattfinden. Doch da Holzauge wachsam ist, habe ich mich aufs Fahrtenspiel festgelegt. Die Belastung ist nicht ganz so hoch, hat in der meinigen Ausführung aber doch wettkampfspezifischen Charakter.

Die Heimreise von Arbeit ließ Böses erahnen, denn die Straßen waren zum Teil wieder schön zugeweht. Doch bis in den “Wintersportort” war diese noch nicht gekommen, sodass ich den größten Teil der Strecke easy going absolvieren konnte.

Heute habe ich dann, trotz nur 1 Grad under Zero mal ein langes Funktionsunterstück angehost, darüber noch meine Laufhose und auch 2 lange Unterteile für den oberen Astralkörper. Nebst gefütterter Laufjacke.

Sicher aber war das wieder zu warm, denn ich konnte mehrfach meine Handschuhe verpacken. Na nächste Woche wirds ja dann ganz verrückt, da wird bei 20°C ÜBER (!!!) Null gelaufen. Am heutigen Abend war mir das noch nicht vergönnt.

Kurz nach fünf gings lockeren Trabs los, 15 Minuten einlaufen durch die Stadt waren angesagt, um dann am Berg der Warener Straße die ersten 2 min mit 90-er Puls zu beginnen. Zuvor hatte ich mich noch super, locker und blitz sauber auf die Kauleiste gepackt. Kurzes Wegrutschen und langer Aufprall auf dem spiegelglatten Eis. Es war, als stünde ich neben mir und sah mir zu. Mein Knie tat dann auch wirklich weh, aber Marathonis sind hart im nehmen. Nach 500 m hatte sich’s weggelaufen. Verdammte Axt … Das war aber auch ein doppelter Rittberger. (siehe La Palma Vulkanroute ;-) ).

Bis nach Jürgenstorf hatte ich dann einige Intervalle hinter mich gebracht, um zur Halbzeit auf der völlig zugewehten Straße nach Pribbonow anzukommen. Man konnte die Straße vor lauter Schnee gar nicht mehr sehen.

Glücklicherweise beleuchtete mir ein Auto (wieder mal unfreiwilllig, da bin ich zäh) den Laufweg, sonst hätte ich die 4:15 min/km für den Stint vergessen können.

Was sich anfangs zweifelnd anließ, stellte sich anschließend als nützlich heraus. Eine kurze Biege zum Ortsausgang und zurück zum Zwergenwald war die einzig schneefreie Variante rund um Pribbenation. Hier war Gevatter Wind schon gut vorangekommen und ich hatte mit dem Gegenwind auch gut zu tun. Kurz vorm letzten 4 min Intervall konnte ich mich in den Wald flüchten, hier misst Forerunni zwar schlechter, aber “die dicken Backen” können hier auch nichts anrichten. In der Warener Straße angekommen motivierte ich mich noch mal zu einem 2 minütigen Schlussspurt – man war ich im Eimer. Schnee, Eis und Wind setzten mir echt zu und ich war heil froh, die Tempoeinheit hinter mir zu haben. Locker trabte ich nach Hause. 13,5 km in 1:21 min sind doch ne guter Feierabendrunde.

Das solls dann erst mal für diese Woche gewesen sein. Durch unsere Reise ab morgen muss der Trainingsplan ein bisschen variiert werden, man kann eben mehr (auch am Meer) laufen, denn es stehen die Varianten Freiluft und hypermoderner Fittnesstempel mit Laufbändern rund um die Uhr zur Verfügung.

Auf diesem Blog möchte ich versuchen, die Reiseeindrücke miterlebbar zu gestalten. Mal sehen, wie es zeit- und lustmäßig klappt.

Und jetzt werden Klamotten, vorallem Laufklamotten, gepackt. Alles kurze muss mit.

Ich genese

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Auch heute gab es keinen Lauf. Ich muss mich noch erholen. Die Erkältung steckt tiefer, als erwartet und ich muss vernüftig sein.