des neuen Trainingshalbjahres. Nur so kann man den heutigen Abendlauf bezeichnen. Nicht nur das es dunkel war und demnach Kopflampenpflicht herrschte. Nein es war verdammt blass, nach den Laufeindrücken des Wochenendes. Kein Berg, keine Erhebung. Nur ein paar kleine Wellen, die mich über Neubauhof nach Pribbenow und von dort über Jürgenstorf wieder nach Hause brachten. Es galt das Tempo im moderaten Bereich zu wechseln, was mir mehr oder weniger gut gelang.
Die langsamen Passagen waren, wie die schnellen wieder mal zu schnell. Die beiden Mittelblöcke kann man gelten lassen (im Verhältnis gesehen). Trotzdem war ich froh, mal wieder ein bissl schneller unterwegs zu sein, wenn es auch nur einen Hauch von Geschwindigkeit hatte. Die entstandenen Spinnweben zwischen den Lauforganen sind erst mal weg. Jetzt gehts gaaanz langsam wieder los.
Weniger trostlos die Ereignisse des Wochenendes. Bei wunderschönem Herbstwetter durfte ich am Samstag Nachmittag Juliregens heimliche Trailstrecke testen. Da bereits am Freitag erhalten, konnte ich sie auf meine Bedürfnisse anpassen und noch ein paar zusätzliche Schwenks einbauen.
Ich hatte mich gerade warm gelaufen und Zöllnitz durchquert, folgte auch bereits der erste Kontakt mit dem, was man in Thüringen Berge nennt. Ich war natürlich noch gut bei der Sache, wähnte mich im top Trainingszustand, besonders was das bergan rennen betrifft und joggte so den ersten Anstieg (anfangs) noch ganz locker hinauf. Recht schnell wurde mir klar, dass ich Berg bereits wieder vergessen hatte. Vor allem meine Oberschenkel kannten das Gefühl gar nicht mehr und schwächelten bereits. Bevor sie aber richtig jammern konnten, war die Ebene erreicht und es ging im moderaten auf und ab nach Großbockedra hinunter. Ich konnte mich ganz gut erholen, dauerte das Gefälle ja gefällig lange an.
Die Ortslage wurde passiert und der Ausgang erst nach der 12%-iger Steigung, die bereits nach 900 Metern (Puhhh) zu Ende war, erreicht. Jetzt spürte ich richtige Anspannung in den Beinen, konnte aber alles wieder “rauslaufen”.
Die Landschaft wurde nun beschaulicher, was mich scheinbar zur Unachtsamkeit verleitete. Ich bewegte mich nun auf “neuem” Gebiet. Das Teilstück, welches von der Vorlage, die ich erhalten, abwich. Wie es nicht anders sein konnte, bog ich auf den “Holzweg” ein. Die Karte im Blick wählte ich einen neuen Pfad, der mich nach 2 Kilometern wieder auf die geplante Route bringen sollte. Wieder einmal hatte sich die Karte auf dem Armlaptop bewährt.
Die Tiere der Wiese (Foto rechts) waren durch meine Anwesenheit so entzückt, dass sie wie wild “auf mich zu liefen”. Ich verschwand hingegen im Wald, wählte an der Gabelung sogar den rechten Weg und bewegte mich nun auf Stadtroda zu.
Ein kurzer Abstecher bergab zwang mich natürlich auf der anderen Seite wieder bergan. Da ich genau dies gesucht hatte, gabs keine Probleme. Muskulär als auch mental war ich perfekt eingestellt.
Schnell war der Höhenweg erreicht, der mich zum Wendepunkt meiner kleinen 26-er Runde bringen sollte. Hier war dann auch der ein oder andere Fußgänger anzutreffen. Ich war ja zu besten Kaffeezeit unterwegs.
In Stadtroda gings dann erst mal wieder hinab in Tal. Ein herrlicher Trail, über und über mit Laub bedeckt, lud zum leichtsinnigen, viel zu schnellen Laufen ein. Ein Fehltritt und ich hätte mir die Dusche sparen können oder hätte eher im weißen Badezimmer eine persönliche Waschung bekommen.
Nun kehrte ich auf bekannte Pfade zurück. Ein Weg wurde erreicht, den ich bereits vor unbekannter Zeit auf einem 35-er Trainingslauf ins Ilmtal kennenlernen durfte. Das machte mich gleich viel sicherer. Auch wusste ich, dass jetzt nicht mehr viel Steigung zu erwarten war. Der ein oder andere kleine Hügel wurde locker überlaufen.
Hinter Gernewitz wich dann meine bekannte von der neuen Laufstrecke ab. Wenige Kilometer später waren beide wieder vereint und ich konnte die letzten 5 Kilometer genießen. Mein Getränk wurde verzehrt. Der Trinkrucksack sollte ja nicht völlig umsonst gewesen sein.
Zum Ende meines Ausfluges lies sich sogar die Sonne noch mal kurz blicken. Lange währte die Freude allerdings nicht. Da ich seit meinem Schafkontakt mehr ab, denn aufwärts lief, hielt sich auch die muskuläre Ermüdung in Grenzen. Ich merkte die 400 Hm aber schon, die ich in den 2 Stunden und 23 Minuten überwunden hatte. Auch das kleine Herz hatte sich bei 78 % HFmax ein wenig anstrengen müssen. Die Pace von 5:27 min/km bestätigte aber meine noch recht gute Form, die ich über den RECOM-Monat retten konnte.
Ganz anders sollte es sich am Sonntag gestalten. Der geplante regenerative Dauerlauf musste auf Grund der Gelegenheit warten und wurde durch ein kurzes, knackiges Bergläufchen ersetzt. Hier wurden mir dann meine wirklichen Grenzen aufgezeigt.
Dazu morgen mehr.








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