und trotzdem wieder nach Malchin gereist. Weil’s dort so schön ist?

Der Freitag ist Läufers liebster Wochentag. Das Wochenende eröffnet, im Gegensatz zur Laufgestaltung unter der Arbeitswoche, ungeahnte Laufmöglichkeiten. Von Sonnenauf- bis -untergang kann die Lauf- oder Trainingseinheit frei bestimmt werden. Göttlich, wie ich finde. Besonders in der sonnenarmen Zeit ein wirklicher Grund zur Freude.

Heute gabs erst die Vorfreude, doch diese wurde durch leichten Nieselregen auf der Heimfahrt gedämpft. “Der Läufer ist aber auch mit nichts zufrieden!” Ich höre ja schon auf. Im Plan stand die übliche Distanz dieser Woche, ich war zwar nicht Kevin, aber hatte eines mit ihm gemeinsam und so wars Wurscht, wo und wann ich renn.

Immer wieder schön

Halb sieben gings in den Astra und ab nach Malchin, um die Torfwiesen zu vermessen. Zu meiner großen Freude hörte der Regen auf, als ich die Wetterscheide hinter Scharpzow, dort, wo es immer so lecker riecht, passiert hatte. Das Glück des Tüchtigen hatte mich ereilt. Dabei war ich auf schweres Wetter eingerichtet. Laufjacke im Auto, Goretex an den Füßen und Gamaschen darüber. Man will ja den Schutzeffekt durch Wasser vom Bein nicht wieder aufheben. Alles zu viel. Es war regenfrei. Recht schnell hatte ich Malchin hinter mir gelassen und stellte mich in den Wind. Stetig ging es bergan ;-) bis ich nach 6 Kilometern Basedow Höhe und damit den Gipfel des Gegenwindes erreichte. Kein Hügelchen schützte mich vor den kalten, stürmischen Böen. Schnell war ich in die Kastanienallee abgebogen und der “Nervensäge” entkommen. Nun gings entspannt bergab, etwas holprig zwar, denn der Asphalt fehlt hier auf lediglich 2 Kilometern meiner sonst komplett ge-asphalt-eten Laufrunde.

Nach gut acht Kilometern, ich war knapp 45 Minuten unterwegs, gings auf ebener, stolperfreier Straße nach Remplin. Der Wind blies mir nun in den Rücken … Ich war für die 6 °C einfach zu warm angezogen. Herzilein hatte mit kühlen zu tun und konnte sich nicht völlig meinem Lauf widmen. Dem entsprechend hoch war HFmax. Na gut, alles um die 75 %, aber es geht besser.

In Remplin drehte ich noch eine Ehrenrunde am Friedhof vorbei, bevor es dann auf direktem (Rad) Wege zu meinem Ausgangspunkt ging. 4,5 Kilometer neben der B104. Es gibt sicher idyllischere Laufwege. Sogar ganz in der Nähe. Für das Laufen mit Lampe aber ideal. Pflichterfüllung eben. Nach 92 Minuten, wie man jetzt neudeutsch schreibt, hatte ich die 17,.. km absolviert. Auf den fünfundsechzig positive Höhenmeter hatte ich bei 75 % HFmax 1035 Kalorien verbraucht.

Morgen dann die angedrohte weite Reise in die Kernberge. Gelaufen wird aber noch bisheriger Planung nach Stadtroda. Das wird ein ganz tolles Läufchen … Mal schauen, wer mich begleitet?