Laufen in Stavenhagen

Der weite Weg vom Jogger zum Läufer

Passt?

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Heute nun der alles oder auch nichts entscheidende Tempotest für die halbe Horizontale am Samstag. Die Rennschnecke konnte mir mit einer Laufstrecke aushelfen. Flach sollte sie sein und das war sie mit ihren knapp 50 Hm dann auch. Pünktlich zur besten Vorabendzeit geht man renn, man verpasst nicht wirklich was in dieser Zeit.

Ich hatte mir noch schnell ein Intervall auf die Zwiebel geladen. Nicht, dass ich auch noch dauernd auf die Uhr gucken muss, sieht ja aus, als hätt ich noch was vor. Das Tempogefühl war ein Gutes, so meine Vermutung. Der gestrige Lauf ließ mich optimistisch in den letzten TempoGefühlsLauf blicken. Nach kurzer Einlaufphase gings dann auch gleich los. In der Euphorie eines Wettkampfes, zu schnell. Ich traf natürlich exakt das MRT … Weiterüben. Es wurde von Mal zu Mal besser. Erst pacte ich zweimal in der Zielzeit des Planes B und dann 2 Mal in der Zielzeit meines Masterplanes. Na wenn das kein gutes Ohmen ist.

super Laufgefühl

Dazu durften dann noch die neuen Schlappen ihre Praxistauglichkeit unter Beweis stellen – bestanden lautet das einhellige Ergebnis alles beteiligten Organe. Ob die stylischen Teile am Samstag am Opeltestgelände laufen werden, muss noch überdacht werden. Vielleicht entscheidet auch das Wetter … Mitgenommen werden sie erst mal, muss sie ja nicht schleppen.

Nun wird superkompensiert und danach sollte nichts mehr schief gehen … ich war heute Abend schon wieder voller Adrenalin … vielleicht deshalb die Pulswerte im Intervall unter 80. Huh gruselig gut. Auch mental gibts noch einiges bis zum Samstag zu erledigen. Man liest oder sieht sich sogar.

Väterchen Frost

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ist zurückgekehrt. Heute nun der erste Frost am Abend. Das Thermometer zeigte exakt 1 Grad unter Null, schaue ich ins Tagebuch, ists der erste Lauf unter dem Gefrierpunkt. Natürlich war die Kleiderfrage, gerade weils der erste Nuller dieses Jahr war, eine schwierige. Da ich aber keine Zeit hatte, meine Rückfahrgelegenheit hatte enge Grenzen gesetzt, gings eher zufällig in die Regenjacke, die mich wärmer sollte und dies auch hervorragend tat. Unterhalb der Passivzone dann die Dreivierteltight. Die Wahl war genau richtig, so die Werte an den angeschlossenen Messgeräten bestätigten.

Ich lief heute, bereits zum dritten Male in diesem Herbst-Winter die Einwegstrecke in unsere alte Kreisstadt. Mein Weg führte mich über Gülzow-Scharpzow-Duckow nach Malchin. Die Pfützen waren nur zum Teil mit einer dünnen Eisschicht bedeckt, dafür wars aber auf dem Asphalt stellenweise richtig glatt. Trotzdem kam ich, bis auf eine intensivere Wasserstandsmessung zum Ende zu, relativ trockenen Fußes an mein Ziel. Sorge bereite mir lediglich das ich keine (Sorgen) hatte. Selbst die längeren Abwärtspassagen konnte ich muskulär super verkraften. Keiner meldete Störungen … na, geht doch.

Es lief wie am Schnürchen … 15,25 km in ner 5:14-er Pace bei  71 % HFmax. Wahrscheinlich hatte der Astrale heute auf die Tempoeinheit gewartet, die ja auf Grund der großen Ereignisse gegen ein extensives Dauerjoggerchen getauscht wurde. Morgen dann der kurze Test des Wettkampftempos in Intervallform … das wars dann auch schon für diese Laufwoche … der Rest am Samstag in Rodgau oder Himmelpforten, wenn alles so klappt, wie geplant.

Während die Läufer des 3. Leipziger Wintermarathons beim Start noch angenehmes Wetter hatten, war mein Massagegerät bereits eingeschaltet. Stürmischer Wind, Regen vermischt mit Hagelkörnern, begleiteten mich anfangs auf meiner kleinen 26-er Runde, die kurz nach dem Mittag nach mir rief. Die Streckenwahl ist nicht leicht, wenn man versucht, dem Wind und Regen zu entgehen und trotzdem eine Runde dieser Entfernung renn will. Meine Datenbank der (bisher) erfassten Läufe spuckte lediglich die Maxfelder Runde aus, die ohne Reisetätigkeit gestartet werden konnte. Also dann.

Nach einem Kilometer wurde die windschluckende Stadt verlassen und es ging hinauf nach Gülzow. Nur unter Zuhilfenahme der Hände war der stechende Schmerz, den Hagel kombiniert mit Sturm in deinem Gesicht anrichte, zu ertragen. Ich hatte mich trotz der ungewohnten Umgebungsbedingungen perfekt ins 5:20-er Tempo gefunden und lief dies auch durch. Nachdem Gülzow verlassen, km 5 stand auf der Uhr, gings mit Rückenwind in den Wald. Selbst “bergan” musste gebremst werden, solch eine Kraft hatten diese Böen. Dort angekommen, begann der schlammige Teil meines Ausfluges. Winterzeit = Kaminholzzeit und so stand nicht nur das Blech im Wald herum, auch dessen Anfahrtsspuren waren unverkennbar und nur am Rande des Unterholzes zu umgehen. Dieses Szenario sollte sich 3 Kilometer fortsetzen, bis ich das nächste, befestigte Straßenstück erreichen sollte.

Das meine Laufkleidung nicht Waldweg hatte, war mehr als Glück, gab es doch die ein oder andere kritische Situation zu bewältigen. Bis Wüstgrabow gabs nun seitlichen “Sandstrahl”. Ich fühlte mich sehr erschöpft, ließ aber keine Schwäche zu. Die Aussicht auf die fehlenden 20 Kilometer zur sonst üblichen Distanz machens schon, vor allem mental, leichter. Vom kleinen Dorf am Ende der Stichstraße gings zum Ivenacker Gehege. Meine hinteren Oberschenkel zeigten die ein oder andere Schwächephase (Spritzwasser machts möglich), was aber meiner 5:18-er Pace, die ich mittlerweile wie ein Uhrwerk lief, nichts anhaben konnte.

Am Gehege angekommen, km 17 piepte am Eingang “Ivenacker Tor”, hatte sich dann auch das Wetter eines Besseren besonnen. Ich hingegen fühlte mich, wie bereits 4 Stunden auf den Beinen. Die oberen Körperregionen waren dank meiner regendichten unversehrt, dafür war ich am anderen Körperende nass, wie ‘ne Wäscheklammer. Schnell war die Seerunde abgelaufen und auch der kurze Weg in die Weststadt verging angenehm schnell. Selbst der nicht geplante Zusatzkilometer wurde locker gelaufen. Nach 2:20 Stunden war ich dann bereits wieder zu Hause. Die Vorgabe wurde mit 5:19 min/km für die 26,xx km hervorragend umgesetzt, wenn auch Herzilein bei dem Mistwetter etwas Mehrarbeit verrichten musste.

Nach dem ausgiebigen Auftauen in der Wanne wurde mir die Kürze das Laufes bewusst. Hmm. Meine gestrige Entscheidung für die 50 km rund um Rodgau erfordern jedoch eine Kurztapering. Über die Zielstellung dort habe ich bereits konkrete Vorstellungen, deren Umsetzung muss jedoch noch mental be- und verarbeitet werden … Besonders gespannt bin ich auf die Aufreihung von momentan 1045 Läufern auf einer 5 km Strecke. “Auflaufpunkte” wird es zur Genüge geben ;-)

Heute nun der gewohnte regenerative Lauf. Sollten die Regen- und Hagelschauer dann mal eine Lücke aufweisen, werden wir zum Familiensporteln aufbrechen.