Laufen in Stavenhagen

Der weite Weg vom Jogger zum Läufer

Kilometer 21

Bei wunderschönen Sonnenschein durfte ich heute erneut in der wunderschönen Stadt an der Elbe meine aktuelle Form testen. Mein 4. Lauf in Folge, immer die Halbdistanz und somit gibts in 2013 einen fetten Jubiläumslauf. Wurden auch die hochgesteckten Ziele nicht ganz erfüllt, kann ich doch von Egalisierung der Zeit aus 2011 sprechen, trotz Alterungsprozess immer noch ganz flott. Ich bin zufrieden, wenn ich auch ein einsames Rennen laufen musste, denn überholt hat mich keiner (auch keine Überrundung !!! von der Spitze) und eine Gruppe zum Anschließen gabs auch nicht. Schade. Bin eben noch zu langsam ;-) für die LSV :-) Runner. Ich arbeite (nicht wirklich) dran.

Nach 1:33:51 Std. gabs dann die wunderschöne Medaille. Der Citylauf mausert sich.

Nach meiner Rückkehr in der Heimat, die mich mit Nieselregen und 9°C begrüßte, gabs noch einen lockeren 9-er zum Auslaufen. Dafür wird auch morgen nur ein wenig am Umfangskonto gearbeitet, um am Mittwoch in die letzte (wahrlich) harte Tempoeinheit einzusteigen.

Ausführlicher Bericht zum wunderschönen Lauf an der Elbe folgt.

Der letzte Formtest stand bereits 30 Stunden nach dem letzten Lauf auf der Agenda. Nix dicket, einfach noch mal ein paar lockere 2-km-Intervalle zur Überprüfung des Lerneffektes. Und es hatte sich etwas getan.

Meine Laufbekleidung war heute den angenehmen 8°C angepasst. Kurze Tight und nur mit Ärmlingen unterm kurzen Oberteil gings auf die hügelige Jürgenstorfer Dorfrunde. Fühlte ich bei gestrigen Lauf noch ein Unwohlsein, was man leichte Erkältung nennt, hatte sich heute alles verflüchtigt. Puhhh. Manchmal hört man aber auch die Flöhe husten. Wer keine Sorgen hat … ;-)

Bereits der erste Stint passte perfekt. Nun hatte ich mir nur noch die Schmerzpunkte zu merken, um auch in der Folge die pace exakt zu treffen. Es klappte mal wieder und so ging der erste zweier nur 3 sek unter Soll zu Ende. Meine zweiter Abschnitt beinhaltete ein paar Hügel und konnte dank passabler Schrittfrequenz am Anstieg den Abstand zum Sollwert verdoppeln. Dafür gabs beim dritten, es ging bergab (meine schwache Seite und ich weiß seit dem Wochenende sogar woran es liegt und arbeite daran) ein Punktlandung.

nur am Schlussberg guckte das rote ...

Um so interessanter war dann der heimische Vergleich mit den Vorjahreswerten … Besser als ich dachte, kam ich in diesem Jahr davon. Es hat sich was entwickelt, ich bin optimistisch, dass ich das am Sonntag umsetzen kann, was bereits verkündet. Dafür ist nur noch der Kopf klar zu kriegen, wofür aber auch noch 3 Tage Zeit bleiben.

Morgen Abend gehts erst mal an den Rand der Dresdener Heide in die Hellerberge zu Jacqueline, der freundlichen Vermieterin.

Heute, 3 Tage nach Elbsandsteingebirge, konnte ich endlich wieder laufen. Oder sollte ich lieber schreiben, hatte ich endlich wieder Zeit, meinem favorisierten Freizeitvergnügen nachzugehen. Diese Woche wird ein wenig gespart, was die Umfänge anbetrifft, dafür gibts ein wenig Tempo. Die Formüberprüfung nach den langen, langsamen Läufen des nicht vorhandenen Winters, wenn man mal von den 2 Wochen Polarklima absieht, steht auf dem Plan. Es ist bereits zur guten Gewohnheit geworden, den ersten Dresdenbesuch mit einem Laufevent in Elbflorenz zu verbinden. Oder ist es umgekehrt? ;-)

Auf jeden Fall wird ein halber Marathon gerannt und meine treue Bodencrew wird in diesem Jahr auch an den Start gehen. Das Einlaufen kann ich dann mit dem begleitenden Zieleinlauf verbinden, perfekt für alle Beteiligten.

Zunächst aber galt mein Hauptaugenmerk dem Training und testen des möglichen Renntempos. Immer wieder spuken irgendwelche Zahlen im Kopf herum, eine Manie der kurzen Distanzen, die man dann mit der Brechstange erzwingen will. So passiert es dann, dass man beim ersten Intervall erst mal eine 4:04 min/km in den Asphalt läuft. Auch die zweite (500m-) Runde war mit 4:06 nicht besser. Ich hatte mittlerweile das Stadtholz verlassen und war auf dem Wege nach Klockow hinauf. Die Pace stabilisierte sich erst, als ich den Friedhofshügel in den kleinen Ort hinauflaufen durfte.

Die ersten 3 km vergingen wie im Fluge, bei einer 4:08 min/km biste auch schnell da. Das Traben fand ein viel zu frühes Ende, denn der Gegenwind, der mich nun mehr oder weniger seitlich begleiten sollte, hatte noch nicht nachgelassen. Dafür passten die Geschwindigkeiten besser, den Hügeln geschuldet, die ich besonders abwärts im Zieltempo lief. Der Erschöpfungsgrad war jedoch der Gleiche, wie beim ersten Versuch.

Bevor ich den letzten Tempofindungsversuch startete, wurde der Körper erst mal wieder auf “Ruhepuls” gebracht und ein Auslaufen suggeriert. Ehe er sich daran gewöhnen konnte, der Gegenwind war den nächsten Kilometer aus erster Hand, folgte der erste km im exakten Zieltempo. Ich wiederholte dies noch zwei Mal … Na geht doch. In der Gesamtstatistik der Rundenzeiten siehts dann wieder verblüffend passend aus, wie die Perspektive doch täuschen kann. Ähnlich, wie meine Fotos vom heutigen Sonnenuntergang, war es wieder eine Frage des Blickwinkels.

So fühlt sich also anaerob an. Auch cool.

Am Donnerstag (das ist ja schon morgen?) darf ich dann noch einmal ein bissl üben, bevor es am Sonntag zum Vergnügen werden soll. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich mein Körper dann bereits mit der Idee des etwas anderen Wochenendlaufes angefreundet und ein ganzes Ende kooperativer sein. Ich freue mich schon heute auf ein wunderschönes Wochenende an der Elbe, das Wetter soll ja traumhaft werden.