Und man kann die Temperaturen vom Wochenende noch toppen. Nach dem Stabi- und Kraftprogramm von gestern gabs heute mal wieder was für die Tempohärte. Von Arbeit brauchte ich heute etwas länger nach Hause, denn “meinem” Astra war’s zu kalt. Sein Lebenssaft war anscheinend bei der Kälte zu dick geworden, da die Mineralölmultis wieder Additive sparen. So gings nur im langsamen Tempo, das der kleine sich nicht verschluckt.
Um so zügiger sollte meine Abendunterhaltung werden. Als ich in die Karre sprang, zeigte das Thermometer noch -17°C. An meinem Zielpunkt, dem Waldstadion waren es dann -18°C. Nach kurzem Zögern und versuchter Kontaktaufnahme, ob man bei so’nem Wetter überhaupt intervallen tuen tut, sockte ich im lockeren Trab los. 4 Kilometer sollte das Einlaufen dauern. Na erst mal schauen, wann ich warm werde, dachte ich mir. Die ersten 2 Kilometer passierte es noch nicht. Besonders die Finger waren mal wieder zu weit weg vom Blutfluss.
Am Ende des Businessparks, 3000 m gelaufen, war ich schön locker und nach ein bisschen Lauf-ABC gings dann auch schon los, mit dem ersten 400-er Teilstück. Na ja. 1:36 min waren fürs erste gar nicht so schlecht und ließen hoffen. So nutzte ich die Trabpause zur intensiven Vorbereitung auf den 2. Stint. Beschwörungsformeln wurden aufgesagt und die Brille eingepackt. Ich musste den cw-Wert verbessern. Und siehe da 1:33 min waren fast perfekt. Und so sollte es weitergehen. Nach 3:50-3:51-3:48 (min/km) war die Hälfte des Pensums bereits erfüllt und ich fühlte die Kälte kaum noch.
Langsam wurde mir auch bewusst, das ich mich langsam von den geliebten 400m Intervallen verabschieden musste, denn im Marathonplan, der am Montag beginnt, gibts so’ne Sprintditanzen nicht mehr. Dafür aber die geliebten langen Kanten. Meine bessere Hälfte erkundigte sich am Sonntag schon ganz besorgt, ob denn die super langen Läufe schon wieder anfangen. Jaaa, man vermisst mich eben
.
Die letzten 5 Einheiten folgten im Supertiming, lediglich zum Ende zu trennte mich nur 1 Sekunde von der Vorgabe. Da soll mal einer sagen, bei extremen Minusgraden macht man keine Intervalle. Es lief perfekt. Was ist schon Frost, dagegen kann man was tun, gegen Schnee und Eis bis du machtlos.
Auch der immer wieder gern gezeigte Sägezahn macht unruhig – zu gut.
Das letzte Intervall wäre beinahe dem Trab zum Opfer gefallen. Mit dem Gezähle kann ich mich aber auch nicht anfreunden.
Ich trabte zum Auto, es sprang sogar noch an und brachte mich ohne zu “hüpfen” in die Wanne. Das wars dann auch schon mit den schnellen Einheiten für diesem Abschnitt des Jahrestrainingsplanes. Der Rest der Woche wird ein bisschen ruhig und locker gelaufen, um am Sonntag mit ‘nem Testwettkampf abzuschließen. Wo der sein wird? Muss sicher noch ins Leben gerufen werden, denn wirklich tolle Läufe in der Nähe habe ich bisher noch nicht entdeckt. Kommt Zeit .. kommt Rat.
Jetzt wird erst mal regeneriert.


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