Der gestrige Tage war wieder reich an Erkennt- und Ereignissen. Während mir mein Orthopäde, der eine -din ist am Vormittag zu einer Operation meines total verstümmelten Fußes ;-) nicht raten konnte und ich außer einem Röntgenbild, das wirklich nicht ganz takko aussah (später mehr), keine wirklich nützlichen Tipps und Tricks für das schmerzfreie Training erhalten konnte, gings anschließend an die Küste. Auf einer unserer schönsten Ostseeinseln hatte ich dienstlich zu tun und konnte damit das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Mein Barfußlauf fand im Stadthafen von Saßnitz statt. Herrlich, kann ich nur sagen. Erst rennt man aus der Innenstadt über eine futuristische Brückenkonstruktion in den 30 Hm tiefer gelegenen Hafen. Anschließend sockste die Mole entlang bis zum ca 2 km entfernten Leuchtturm. Wunderschön und wärmstens zu empfehlen. Die Rücktour ging dann nicht über die Brücke nach oben sondern im zügigen Kniehebelauf die paar Treppen bergan. Die Abendrunde sollte eigentlich nur eine kleine werden, doch der Weg zum Leuchtturm, vorbei an Booten und Schiffen aller Gattungen war einfach zu reizvoll, so dass es dann doch wieder knapp 5 Kilometer wurden.

Laufstrecke in Saßnitz (Copyright by gpsies.com)

Heute nun der große Hitzeeinbruch. Während an der Küste 19°C der dominierende Wert war, stieg das Quecksilber immer höher, je näher ich meinem Wohnort kam. Dort waren es dann kuschlige 29°C, die das Laufen erst mal auf die späten Abendstunden verschoben. So hatte ich ausreichend Zeit und Gelegenheit, die Trainingseinheit zu planen. Zu viel Tempo sollte es in keinem Fall sein. Die geplanten Intervalle im 10-er Renntempo waren in jedem Fall zu flott. Woher sollte der Plan auch vom samstägigen Berglauf wissen?

Ich verständigte mich mit mir auf 2000-er Intervalle im 4:25-er bis 4:35-er Tempo. Somit wurde noch ein bisschen Tempohalten trainiert und trotzdem nicht zu viel des Guten getan. Der Körper braucht Ruhe vor dem großen Abschlusswettkampf und der vierwöchigen RECOM-Pause. Nur zum Verständnis. Es wird da natürlich weiter gerannt, sicher aber keine Tempoläufe und 110 Wochenkilomter werden es auch nicht werden. An die 80 sind schon ganz angenehm.

Gegen 20:00 Uhr gings dann los. Das Thermometer zeigt noch 26°C, als wir auf die Straße traten. Alles passte perfekt. Mein Tempo war fast von Beginn an im Rahmen und im Rückblick gesehen war auch der Puls in Ordnung. Ich habe noch Reserven, denn mit 86% HFmax war es moderates MRT, was ich da lief. Ich wars zufrieden, schwitzte auch nicht mehr als sonst, was mir allerdings Sorgen bereitet. Andere Läufer am Abend schwitzten stark? Hmmm, mir war teilweise kühl, was sicher dem Fahrtwind zuzuschreiben ist? ;-)

Schönes Pulsdiagramm ... alles grün, obwohl ja rot

Morgen kurzer Tartanlauf minimalistisch … Kilometer werden bis Samstag eh nicht mehr gemacht, der Astrale ist jetzt bereit für die große Bergetappe.